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Wegen Nötigung und Beleidigung zu Geldstrafe und Fahrverbot verurteilt

In dem Rechtsstreit ging es um einen Vorfall im Straßenverkehr vom August 2015. Um ca. 14.30 Uhr fuhr der Rentner mit seinem Fahrzeug. Ein anderer Pkw parkte vor ihm, weshalb er auf die Gegenfahrbahn fuhr, um auszuweichen. Gleichzeitig kam dem Pensionär nun auf der Gegenfahrbahn ein Fahrradfahrer entgegen. Zum Stehen kamen beide exakt auf der Höhe des in zweiter Reihe parkenden Pkws. Nun versuchte der 72-Jährige, den Fahrradfahrer zum Ausweichen zu zwingen, indem er drohend auf ihn zufuhr. Schließlich bestand nur noch etwa 10 cm Zwischenraum zwischen seiner Stoßstange und dem Fahrrad. Der Beschuldigte drohte weiter, den Radfahrer umzufahren, falls dieser sich nicht fortbewege, was er schließlich tat. Als der Beschuldigte nun vorbeifahren konnte, betitelte er den Radfahrer noch mit "Du altes Arschloch!", was Zeugen bestätigten.

Zeugen bestätigten Vorfall

Beim Termin im Amtsgericht München hat der Pkw-Fahrer seine Taten bestritten, was zwei Zeugen jedoch widerlegen konnten. Sie sagten aus, der Angeklagte sei aggressiv aufgetreten und habe wiederholt verbotswidrig Gas gegeben, als ihm der betreffende Radfahrer gegenüber stand. Auch das Schimpfwort "Arschloch" als Beleidigung hatten beide Zeugen von dem Pkw-Fahrer, dem Beschuldigten, vernommen. Nicht unwichtig für das Urteil des Gerichts war auch, dass der Rentner schon vor diesem Vorfall zweimal wegen Nötigung verurteilt worden war.

Uneinsichtigkeit floß ins Urteil ein

Der 72-jährige Autofahrer wurde im Gerichtstermin wegen Nötigung und Beleidigung im Straßenverkehr verurteilt.