08 JAN

Ratgeber - altes und neues Punktesystem

Reform des Punkteregisters

Das Punkteregister in der norddeutschen Stadt Flensburg ist berühmt und berüchtigt. Jeder Autofahrer kennt und fürchtet die Verkehrssünderkartei. Trotz des vorhandenen gesunden Respekts fehlt bei den Meisten jedoch der notwendige Überblick. Wann genau ein Eintrag erfolgt, ist vielen nicht klar. Hinzu kommt, dass im Jahr 2014 umfangreiche Änderungen der einschlägigen Gesetzestexte vorgenommen wurden. Dementsprechend wurden Inhalt und Verfahren des Punkteregisters in Flensburg reformiert. 

Allgemeines und Zusammenfassung

Im Mai des Jahres 2014 traten umfangreiche Reformen des sogenannten Verkehrszentralregisters und des hiermit verknüpften Punktesystems in Kraft. Ziel dieser weitreichenden Umgestaltung war es, bestehende juristische Unsicherheiten auszumerzen sowie bekannte Fehler im alten System zu beheben. Um diesem Ziel gerecht zu werden, wurden Verkehrsverstöße neu bewertet, was Änderungen der Punktebewertung mit sich brachte. In der vorliegenden Broschüre soll ein grundrissartiger Überblick über die geltenden Regelungen gegeben werden. Es gilt damit, Klarheit zu schaffen.
 
Im Fokus der Reform steht ein Rekurs auf Sinn und Zweck des Verkehrszentralregisters. Seit Mai 2014 werden nur noch solche Personen zentral in Flensburg gespeichert, die durch gefährdende Verstöße gegen das Straßenverkehrsrecht aufgefallen sind. Unbedeutende Übertretungen sowie formale Verstöße werden folglich nicht mehr eingetragen, da sie keine Auswirkungen auf die allgemeine Sicherheit des Verkehrs haben.
 
Den Sanktionen des Flensburger Punktesystems ist nunmehr jeder unterworfen, der besonders häufig durch Verstöße auffällig geworden ist. Das sind ca. 250.000 der nach dem alten System erfassten 9 Millionen Führerscheininhaber. Für alle anderen Betroffenen bleibt eine Eintragung in das Register in Flensburg damit ohne weitere Sanktionen. Führerscheininhaber, die Punkt-Eintragungen sammeln, riskieren aber auch weiterhin den Verlust ihrer Fahrzeugführungsberechtigung. Für Fahranfänger wurde 2014 mit der Reform ebenfalls eine Neuerung eingeführt. Für sie gilt, dass bereits der erste Verstoß von wesentlichem Gewicht zu weitreichenden Folgen führt. Erst nach Ende der Probezeit findet eine Gleichbehandlung mit „Alt-Fahrern“ statt.

Inhalt des Registers – Was wird überhaupt eingetragen?

Wie bereits dargelegt führt nicht jede Gesetzesübertretung im Straßenverkehrsrecht zu einem Eintrag in das Verkehrszentralregister in Flensburg. Unbedeutende Bußgelder oder Warnungen von bis zu 55 € bleiben in jedem Fall komplett unberücksichtigt. Sie sind nicht eintragungsfähig und finden damit keinen Zugang in das Register. Etwas anderes kann für eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat gelten.

Eine vollständige Übersicht haben wir Ihnen nachfolgend als Ratgeber zusammengefasst und stellen Ihnen diesen als registrierten Kunden ebenfalls als PDF-Download zur Verfügung.