26 JAN

Kräuter und E-Bike - eine gefährliche Mischung

Ein Mann aus Ludwigshafen rannte nackt über die Straße. Nachdem er sich wieder angezogen hatte, fuhr er mit seinem E-Bike weg. Ursache für diese Aktion war eine zuvor genossene Kräutermischung.

Was war passiert?

Gegenüber der Polizei gab der Biker an, eine Kräutermischung mit der Bezeichnung "After Dark" zu sich genommen zu haben. Danach sei er mit dem E-Bike losgefahren und steigerte sich in einen Wahnzustand hinein, in dessen Verlauf er sich auszog und über die Straße rannte. Die Polizei ließ ihm eine Blutprobe entnehmen und zog seinen Führerschein vorübergehend ein.
Die Fahrerlaubnisbehörde erhielt davon nach sechs Monaten Kenntnis. Sie forderte den Antragsteller auf, wegen seines Betäubungsmittelkonsums ein medizinisch-psychologisches Gutachten (MPG) beizubringen, mit dessen Hilfe die Eignung zum Führen von Fahrzeugen beurteilt werden soll.

Die Polizei forderte den Mann vergeblich zu einer MPU

Folge: Der Antragsteller ignorierte diese Aufforderung und verzichtete auf seine Fahrerlaubnis. Daraufhin untersagte ihm die Behörde mit sofortiger Wirkung das Führen von sämtlichen Fahrzeugen, darunter auch Fahrräder. Dagegen wehrte er sich vor dem Verwaltungsgericht Neustadt.