21 NOV

Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit

Verkehrszuwiderhandlung in der Probezeit immer schwerwiegend

Das Verwaltungsgericht (VG) in Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz) hat mit einem Beschluss vom 13.10.2016 entschieden, dass ein Führerscheininhaber auf Probe seiner Fahrerlaubnis verlustig gehen kann, wenn er nach zwei Verstößen gegen das Straßenverkehrsgesetz ein von der Fahrerlaubnisbehörde angeordnetes MPU (medizinisch-psychologisches Gutachten) nicht vorgelegt hat.

Zu schnelles Fahren kann Zeit kosten

In dem Fall hatte der Inhaber der Fahrerlaubnis auf Probe in seiner Probezeit einen Unfall verursacht, als er mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Seine Probephase verlängerte sich dadurch auf vier Jahre. Die Fahrerlaubnisbehörde ordnete ein Aufbauseminar an, das der Fahrer zunächst nicht durchführte. Der Führerscheinentzug war die Folge. Jedoch erhielt der Kandidat eine zweite Chance in Form eines erneuten Probeführerscheins, nachdem er das Aufbauseminar nachgeholt hatte. Die neue Probefrist lief weiter. Innerhalb dieser neuen Frist überschritt der Mann abermals die innerörtliche Höchstgeschwindigkeit um 38 km/h. Wieder verlangte die Fahrerlaubnisbehörde Kaiserslautern ein medizinisch-psychologisches Gutachten, wieder legte der Fahrer ein solches nicht vor, wieder erfolgte ein Führerscheinentzug per sofortiger Wirkung.