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Entzug der Fahrerlaubnis nach einmaliger Fahrt unter Cannabiseinfluss?

Entzug der Fahrerlaubnis nach einmaliger Fahrt unter Cannabiseinfluss?

Mit heute bekannt gewordenem Urteil vom 25. April 2017 hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) unter Abänderung einer erstinstanzlichen Entscheidung des Verwaltungsgerichts München vom 21. November 2016 einen Fahrerlaubnisentzug aufgehoben, den das Landratsamt Starnberg ausgesprochen hatte.

Dem Führerscheinentzug war eine einmalige Autofahrt des 1994 geborenen Klägers unter Cannabiseinfluss vorausgegangen, die als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von 500 Euro und einem Monat Fahrverbot geahndet wurde. Die Entziehung der Fahrerlaubnis hat das Landratsamt damit begründet, dass der Kläger, der gelegentlich Cannabis konsumiert hat, zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet sei, weil er den Konsum von Cannabis vom Führen eines Kraftfahrzeugs nicht trennen könne. Eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) oder sonstige weitere Aufklärungsmaßnahmen erfolgten nicht.